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Wie viel #besserbehandelt steckt in der neuen Regierung?

Viele zentrale Forderungen der Plattform #besserbehandelt wurden übernommen – jetzt kommt es auf die Umsetzung an.

26. Jänner 2025

Mit Freude und Zuversicht blicken wir auf das neue Regierungsprogramm – vor allem auf die erfreuliche Tatsache, dass viele unserer langjährigen Forderungen endlich Einzug in die politische Planung gefunden haben. Die Plattform #besserbehandelt hat im Vorfeld der Nationalratswahlen 2024 umfassende Maßnahmen für die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen formuliert. Jetzt ziehen wir Bilanz: Wie viele unserer Vorschläge wurden aufgenommen?

Was wir gefordert haben – und was sich nun tatsächlich bewegt:

  • Kindergesundheit als zentrales Ziel
    Unsere Resolution fordert die klare Priorisierung der Kindergesundheit in der Planung. Das Regierungsprogramm enthält nun ein Kindergesundheitspaket sowie konkrete Maßnahmen zur Stärkung der psychosozialen Versorgung.

  • Ausbau der sozialpädiatrischen Versorgung
    Sowohl unsere Forderung nach einem Masterplan zur flächendeckenden Versorgung als auch erste rasche Maßnahmen finden sich in ähnlicher Form im Regierungsprogramm wieder.

  • Mehr Diagnostik- und Therapieangebote
    Die Resolution hebt die Dringlichkeit kostenfreier Therapieplätze hervor. Das Regierungsprogramm sieht hier ebenfalls zusätzliche Mittel vor – ab 2026 sind 25 Mio. € jährlich, ab 2027 sogar 50 Mio. € eingeplant.

  • Casemanagement & Lotsendienste
    Beide Dokumente betonen die Wichtigkeit von persönlicher Begleitung für Kinder mit komplexen psychosozialen Problemen oder chronischen Erkrankungen.

  • Primärversorgung für Kinder ausbauen
    Unsere Forderung nach mehr kinderärztlichen Kassenstellen, PVE und Netzwerkbildung findet sich im Regierungsprogramm mehrfach wieder – samt Fokus auf Vernetzung und Expertisezentren.

  • Health Nurses und Gesundheitsteams in Schulen
    Ein wichtiger Schritt in Richtung frühzeitiger Unterstützung und Prävention: Das Regierungsprogramm sieht – wie von uns empfohlen – Gesundheitsteams inklusive School Health Nurses an Schulen und Kindergärten vor.

  • One-Stop-Shops für Hilfsmittelversorgung
    Unsere Idee einer zentralen Stelle für Heilbehelfe und Hilfsmittel wurde übernommen.

  • Kindergrundsicherung & Abbau von Zugangshürden
    Unsere Sorge um Kinderarmut und soziale Ungleichheit spiegelt sich in der geplanten Kindergrundsicherung mit Fokus auf Sachleistungen, gesunde Mahlzeiten und Betreuung wider, z.B. verbesserte Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche.

  • Inklusion & verlängerte Schulpflicht
    Ein echtes Signal für Chancengleichheit: Das Regierungsprogramm sieht einen Rechtsanspruch auf ein 11. und 12. Schuljahr für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf vor – eine langjährige Forderung der Plattform.

  • Prävention und Gesundheitskompetenz stärken
    Unsere Forderungen nach evidenzbasierter Prävention, besserer Gesundheitsbildung und "Mental Health Literacy" wurden im Programm aufgenommen und sollen ausgebaut werden.

Fazit: Viel erreicht – aber noch nicht am Ziel

Die erfreuliche Überschneidung unserer Resolution mit dem Regierungsprogramm zeigt: Der Druck der Zivilgesellschaft wirkt. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir werden als Plattform weiterhin genau hinschauen, kritisch begleiten und dabei helfen, dass aus guten Plänen auch gute Praxis wird – damit alle Kinder in Österreich #besserbehandelt werden.

Unsere Resolutionen zur Nationalratswahl 2024 und zur Wien-Wahl 2025 finden Sie hier: